PETITION

„98:2 – Die österreichische Reparatur-Logik”

Ein offener Brief an Politik, Presse und Wirtschaft.

Wir glauben an die Kraft einer gemeinsamen Aktion und laden alle ein, an Bord zu kommen. Ein Wandel von der Reparatur- zur Präventions-Logik kann nur funktionieren, wenn alle am gleichen Strang ziehen.

Unsere Anliegen

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

„Von der Reaktion (Reparatur) zur (Kriminal-)Prävention
Vermeiden wir gemeinsam Opfer in Österreich!”

In Zeiten, in denen es immer mehr Opfer gibt, kommt der (Kriminal-)Prävention als gesamtgesellschaftlicher Aufgabe eine immer größere Bedeutung zu.

Wir Menschen, erklärt Aaron Antonovsky, amerikanisch-israelischer Medizinsoziologe bildhaft, schwimmen in einem Fluss voller Gefahren, Strudel, Untiefen und Stromschnellen.In der „Reaktion“ lernen wir, wie wir den Ertrinkenden aus dem Strom reißen und so noch retten.In der „Prävention“ geht es darum, den Menschen zu einem guten Schwimmer auszubilden, damit er ohne Unterstützung die Gefahren meistern kann.

(Kriminal-)Prävention ist somit die Gesamtheit von Maßnahmen, mit denen Opfer reduziert oder verhindert werden, hat als Idee und Bekenntnis zwar eine lange Tradition, als praktische Realität jedoch nur eine kurze Geschichte! Bis in die jüngere Zeit wurde zwar durchweg die Bedeutung von (Kriminal-)Prävention für die Kriminalpolitik und die Praxis betont, aber die konkrete Umsetzung vernachlässigt“.

 

Positive Aspekte der (Kriminal-)Prävention

Für (Kriminal-)Prävention sprechen vor allem folgende Überlegungen:

1. Vermeidung von Opfer und Leid
(Kriminal-)Prävention ist humaner als Kriminalrepression. Das gilt nicht nur für die Täterseite im Hinblick auf die Bestrafung, sondern insbesondere auch für die Opferseite.
Neben den materiellen und körperlichen Schäden führen Straftaten oftmals zu schwerwiegenden psychischen Folgen für die Opfer. Auch eine noch so erfolgreiche Strafverfolgung kann dies nicht wieder gut – und schon gar nicht ungeschehen machen.

2. Größere Effektivität
Durch kriminalpräventives Handeln können Konfliktpotenziale reduziert, Tatgelegenheiten verringert, Ängste abgebaut, Kommunikation verbessert, Desintegrationslagen entschärft werden. Die Strafverfolgung kommt immer zu spät: individuelle und gesellschaftliche Problemlagen, deren Ausdruck die Straftaten sind, haben sich bereits realisiert.

3. Weniger Kosten
Dort, wo kriminalpräventives Handeln wirksam ist, zahlt es sich in der Regel auch in Hinblick auf die eingesetzten personellen und finanziellen Ressourcen aus.
Investitionen in effektive Prävention bedeuten weniger Opfer, weniger Schäden und weniger Kosten für die Steuerzahler.

 

Unterstützen Sie daher diese Petition und zeigen Sie damit Ihre Verantwortung für die Opfervermeidung! Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung – in jeglicher Form.

 

Hochachtungsvoll,

Günther Ebenschweiger
Günther Ebenschweiger
Präsident und Geschäftsführer

 

Eine Initiative von

Österreichisches 
						Zentrum für Kriminalprävention     AktivPräventiv GmbH