Phänomenübergreifende Prävention

Wie lassen sich menschenverachtende und demokratiefeindliche Haltungen verhindern?

Bei der Prävention von Radikalisierung & Extremismus geht es weniger um kognitive Inhalte, als um emotionale und psychosoziale Prozesse. Denn Ressentiments, Vorurteile und gruppenbezogener Hass sowie Gefühle der persönlichen Zurücksetzung lassen sich nicht einfach mit dem „besseren Wissen“ diskutieren. 

Vielmehr sind hier präventive Ansätze erforderlich, die auf zwischenmenschlichen Austausch, auf aufrichtiges Zuhören und auf Vertrauens- und Beziehungsbildung setzen; Jugendliche müssen spüren, dass man sich wirklich für sie interessiert, damit Interventionen bei fragwürdigen Äußerungen von ihnen angenommen werden (können).

Unter dem Deckmantel religiöser oder politischer Auffassungen …
… begründen ExtremistInnen ihre Weltanschauung außerhalb der Norm. Zwar wird zwischen politisch und religiös motivierter Gewalt unterschieden, doch die charakteristischen Gründe, warum jemand den Weg der Radikalisierung einschlägt, sind ähnlich!

Sowohl politischer als auch religiöser Extremismus haben zu Beginn grundsätzlich nichts mit Politik oder Religion zu tun, sondern sind hauptsächlich Themen des sozialen Umfelds, der Bildung, der Familie und der Gesellschaft.

Auch bei den Hinwendungsmotiven von Jugendlichen zu Rechtsextremismus und religiös begründetem Extremismus gibt es Parallelen. Diese genau zu (er-)kennen, ist wichtig, um phänomenübergreifende Prävention professionell und wirksam umsetzen zu können. 

Die geeignete Bearbeitung von Radikalisierung & Extremismus stellt daher eine wichtige gesellschaftliche Herausforderung dar. Es geht darum, eine Prävention anzubieten, bei der es um die Stärkung von Demokratie und Menschenrechten geht und in der eine Stigmatisierung von Zielgruppen vermieden wird.

Präventions-Know-how wichtig

Entscheidend für TrainerInnen sind ein Fach- und Methodenwissen zu Extremismus-Formen sowie ausreichende Kenntnisse über Parallelen und Unterschieden in den Ideologien.

Es braucht daher die persönlichen Fähigkeiten (narrative) Fragen zu stellen, offen zuzuhören und respektvoll auf das Gehörte einzugehen, Gruppenprozesse zu moderieren und bei Konflikten zu vermitteln, bei (vermeintlichen) Provokationen unaufgeregt und lösungsorientiert zu reagieren, in authentischer Weise menschenrechtliche und demokratische Haltungen zu vertreten, Begriffe zu klären und ein gemeinsames Verständnis über Gesagtes herzustellen und die Fähigkeit, die Lebensrealitäten von jungen Menschen zu verstehen.

Information

Dieses Training wird für Jugendliche und junge Erwachsene als Workshop (ein- oder zweitägig) angeboten!

Kontakt

Günther Ebenschweiger

Günther Ebenschweiger
Tel.: +43 676 4 25 4 25 4
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