12. März 2025
Ich freue mich!

Und wieder konnte ich jungen Menschen – dieses Mal in einem großen Gymnasium – helfen.
Begonnen hat es – wie sonst auch – mit einem Mail an mich: „Sehr geehrter Herr Ebenschweiger, mein Name ist …, ich arbeite an einem Gymnasium und bin Klassenvorstand einer 3. Klasse. Mir wurde Anfang dieser Woche von einem schwerwiegenden Mobbingfall in meiner Klasse berichtet, bei dem unsere Schule nicht mehr weiter weiß. Ich gehe davon aus, dass Sie wahrscheinlich viel beschäftigt sind und so kurzfristig keine Zeit haben werden – aber die Hoffnung stirbt zuletzt.“
Ich habe es mit dem Verständnis von Pädagog:innen anderer Schulen möglich gemacht und konnte diese Woche zwei Tage mit der Klasse arbeiten und die Vermutung des Klassenvorstandes stellte sich als richtig heraus. Am Ende des 1. Tages nannten mir von 23 Schüler:innen auf meine Frage: „Gibt es eine Schülerin oder einen Schüler in der Klasse, an dem seit längerer Zeit und wiederholt Menschenrechte verletzt werden?“, 16 einen Namen.
Bei meiner systemischen Intervention stellte sich dann heraus, dass die Menschenrechtsverletzungen wie Beleidigen, Ausschließen, Schlagen, Treten, Auslachen, Lächerlich machen uam. schon 2 ½ Jahre dauern.
Die Eltern kamen im Anschluss an das Training zu mir und bedankten sich: „Lieber Hr. Ebenschweiger, unser Kind hat uns gebeten, dass wir uns als Eltern nochmal bei Ihnen bedanken. Er hatte vor dem Training Angst, eventuell mit den Mobber:innen konfrontiert oder als Opfer stigmatisiert zu werden, doch er hat sich die beiden Tage sehr wohlgefühlt und ist zuversichtlich, dass das Mobbing aufhört und wir hoffen, dass es uns dreien dadurch besser geht!“
Was will ich mehr! Ich freue mich, dass ich wieder einer Klasse und den von Mobbing Betroffenen helfen konnte!
LG Günther