20. März 2025
Mobbing sichtbar(er) zu machen

Mobbing ist auf den Punkt gebracht, ein „unsichtbares“, phasenorientiertes und gruppendynamisches Gewaltphänomen in Zwangskontexten; also in Kindergartengruppen und dann in Schulklassen; vielleicht drei Prozent der Kinder und Jugendlichen reden darüber!
Mobbing beginnt in der Kindergartengruppe durch Kinder, mit einem „intrapersonellen Konflikt“, d.h. es sind Kinder, die von ihren Eltern durch Zeitmangel, durch Erziehungshaltungen, durch Überforderung und sicherlich auch durch Unwissenheit, nicht ausreichend auf soziale Gruppen vorbereitet wurden und die auf tagesaktuelle Hinweise der Kinder nicht angemessen reagieren.
Weil Kinder nicht die Hilfe durch die Eltern – und auch (Elementar-)Pädagog:innen – bekommen, die sie in dringend brauchen würden, um vor dem durch Mobbing entstehenden Machtungleichgewicht geschützt zu werden, beginnen sie im Sinne einer „Selbsthilfe“, sich Anpassungs- und Vermeidungsstrategien als Bewältigungsstrategien zuzulegen.
Diese Bewältigungsstrategien entwickeln aber nicht nur die unmittelbar betroffenen Kinder, sondern auch die zuschauenden Kinder; und – um nicht selbst Opfer der Mobber:innen zu werden – beginnt sich relativ rasch eine Mauer des Schweigens zu etablieren und daher wird dieses massive Gewaltphänomen schlichtweg „übersehen“.
Ich konnte zwei Tage über Einladung des Amtes der niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung Familien und Generationen, Fachstelle für Gewaltprävention, rund sechzig Schulleiter:innen ,Pädagog:innen, Fachkräfte aus dem Sozial-, Jugend- und Präventionsbereich unter dem Titel: „Achtung Mobbing! – (Cyber-)Mobbing und Methodenkompetenz“ an der PH in Baden und im Landhaus in St. Pölten fortbilden.
Mein großer Dank gilt der Fachstelle für Gewaltprävention und hier ganz besonders Fr. Mag.a(FH) Henriette Höfner für die Organisation, Vorbereitung der Räume, für die Betreuung und das ganze „Rundherum“ der beiden ganztägigen Workshops.
Wie schreibt mir ein Teilnehmer: „Vielen Dank für diesen mega genialen Workshop!“ Ich sage auch Danke für die vielen Beispiele aus der Praxis, die es auch mir ermöglichen, dieses Gewaltphänomen noch besser zu verstehen!
LG Günther