14. März 2025

Wie die Schweigemauer Mobbing „unsichtbar“ macht?

Kindern und Jugendlichen, die von Mobbing betroffen sind, wird kaum von verantwortlichen Erwachsenen, wie Eltern, Pädagog:innen oder Politiker:innen geholfen, weil sich die Betroffenen aus Angst vor Stigmatisierung, Diskriminierung und Ausgrenzung keine Hilfe holen und diese Schweigemauer Mobbing „unsichtbar“ macht.

Kinder und Jugendliche schweigen zu Mobbing, wodurch sich einerseits die körperlichen, physischen, psychischen und (psycho-)somatischen Folgen noch verschlimmern und so andererseits Erwachsene (Eltern und Pädagog:innen) häufig erst sehr spät von den verschiedenen aggressiven Handlungen, denen das Opfer über lange Zeit ausgesetzt war, erfahren.

Es kommt auch vor, dass sich Betroffene bereits vorsichtig Erwachsenen anvertraut und als Reaktion wenig hilfreiche „Tipps“ erhalten haben oder aus Angst, dass die emotional gesteuerte Reaktion (Kampfmodus) der Erwachsenen alles noch schlimmer macht, nichts erzählen.

Diese Angst ist absolut berechtigt, denn solche emotionalen „Über-Reaktionen“ verstärken das Mobbing der Mobber:innen und zerstören im schlimmsten Fall die Souveränität des Kindes oder des Jugendlichen in der Klasse oder in der Schule.

Meine Bitte: Schau genauer hin und höre aktiver zu!

Statt voreilig zu reagieren, solltest du dem Kind, dem Jugendlichen zu verstehen geben, dass du es ernst nimmst. Dazu solltest du folgende bewertungsfreie Fragen stellen und – nicht zu vergessen – dein Kind trösten:

„Wie geht es dir, wie fühlst du dich?“
„Wann hat das begonnen, was passiert dir und wer ist daran beteiligt?“
„Wie lösen wir das gemeinsam?“
„Hast du einen Wunsch?“

In einem kommenden Artikel, werde ich erklären, warum Pädagog:innen entweder gar nichts von diesem Gewaltphänomen Mobbing bemerken oder warum sie schweigen!

LG Günther