29. Mai 2025

Auslastung und Belastung

Heute habe ich „gute“ und „schlechte“ Nachrichten. Ich bin mit meinen systemischen Mobbing- und Gewalt-Präventions- und -Interventions-Trainings für das Schuljahr 2025-26 beinahe ausgelastet. 

Die „gute“ Nachricht ist, dass ich trotz der enormen persönlichen Belastung für die bisherigen „Kunden“ weiter Kinder schützen werde, die „schlechte“ Nachricht ist, dass ich mich – wenn auch schweren Herzens – entschließen muss, bis auf besonders schwere Mobbing- und Gewaltfälle, keine neuen „Kunden“ bei Mobbing und Gewalt mehr anzunehmen.

Diese zehnstündigen Trainings mit zusätzlicher Pädagog:innen-Fortbildung und Elterninformation sind keine Workshops, wo man mit einem fertigen Programm hingeht und wieder weggeht. 

Diese Trainings haben folgende Ziele:

  1. Vertrauen und Zutrauen der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen aufzubauen, um überhaupt eine Gesprächsbasis zu haben;
  2. eine Analyse zum emotionalen und realen Ist-Zustand der Gruppe oder Klasse mit Ergebnissen durch die Kinder und Jugendlichen umzusetzen;
  3. Kinder und Jugendliche, die die Menschenrechte vorbildlich einhalten mit Anreiz-Methoden „vor den Vorhang“ zu holen;
  4. von Mobbing und Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche zu identifizieren und ihnen zu helfen;
  5. mit emotionaler Berührung die Kinder und Jugendlichen zu motivieren und zu ermutigen, dissoziale Wertehaltungen nicht mehr zu ermöglichen bzw. zuzulassen;
  6. „nach getaner Vorbereitung“ einen „Ich- oder Klassenvertrag“ zu erarbeiten und in der Gruppe bzw. Klasse zu implementieren und
  7. um die Motivation und Ermutigung aufrecht zu erhalten, für alle Beteiligten weiter kostenlos „auf Empfang“ zu bleiben.

Das heißt für mich als Trainer pro Training 15 Stunden absolute Konzentration und absolute Präsenz, um diese Ziele für die Kinder und Jugendlichen, für die Gruppen und Klassen und für die Eltern, Pädagog:innen und Schulen zu erreichen.

LG Günther