8. Mai 2025

Günther gegen Goliath

Ich erlaube mir das biblische Motiv „David gegen Goliath“ für einen Kampf zwischen einem scheinbar übermächtigen Gegner – in meinem Fall der Bildungsminister und die Bildungslandesrät:innen – und mir, für die Überwindung des Tabuthemas „Mobbing“ in Schulen zu nehmen.

Die letzten zwei Monate haben mich fünf Eltern mit Kindern im Alter zwischen 11 und 15 Jahren kontaktiert; der Grund: „Mobbing in einer Klasse“.

Diese fünf Eltern und ihre Kinder hatten folgende Gemeinsamkeiten:

⭕️ Die Kinder hatten bereits psychische und psychosomatische Beschwerden, wie Angstzustände, Panikattacken, Bauch- und Kopfschmerzen, Nägelbeißen, sich großflächig am Körper kratzen, schlechter werdende Noten, Suizidgedanken;
⭕️ alle Kinder waren Schüler:innen in Gymnasien in Österreich;
⭕️ die Eltern hatten bereits vieles, manche alles versucht, um die Pädagog:innen und Schulleitungen zum Handeln zu bewegen;
⭕️ alle Eltern hatte Angst, dass ihre Kinder in den Schulen leiden, wenn sie weitere Schritte unternehmen und
⭕️ alle sind trotz Dokumentation und Leidensgeschichten mit ihren Bitten gescheitert!

Mir ist bewusst, dass Goliath mit seiner politischen Macht alles versucht, um Defizite im System durch Abhängigkeiten und Zensuren der Mitarbeiter:innen nicht öffentlich werden zu lassen; doch damit muss Schluss sein und daher gehe ich gleichzeitig auf Suche nach Anwältinnen und Anwälten, die uns beim Schutz der Kinder gegen Mobbing gegen Goliath unterstützen.

Es geht um die Gesundheit tausender Kinder und Jugendlichen und die mitbetroffenen Eltern und manchmal auch Pädagog:innen, wie ich aus meiner eigenen Erfahrung weiß.

Ich werde daher an unseren Bildungsminister und die Bildungslandesrät:innen einen Offenen Brief schreiben und dieses Mal keinen Wunsch äußern, sondern als David eine klare Forderung formulieren und mit vielen Mitstreiter:innen Goliath zum Schutz der Kinder besiegen.

LG Günther