7. Mai 2025
Politik: Des Autos Freund, des Kindes Feind

Bei meinen täglichen präventiven Trainings sehe ich die vielen Defizite bei der gewaltfreien Entwicklung vieler Kinder, während – wie ich den Medien entnehmen kann – den Politiker:innen Autos offenbar wichtiger sind als das sichere Aufwachsen der Kinder; und das ist für mich nichts anderes als Diskriminierung.
„Kinder haben kein politisches Lobbying“ ist oft in Forschungen nachzulesen und ich unterstelle den Politiker:innen, diese Gruppe ganz bewusst zu ignorieren und zu diskriminieren, weil sie nicht wahlberechtigt sind.
Tausende Kinder werden – wie die Prävalenzzahlen zeigen – tagtäglich sexuell missbraucht, wachsen emotional verwahrlost auf und erleiden beispielsweise auch durch erzieherische und patriarchale Gewalt und durch (Cyber-)Mobbing oder Grooming, fatale und massive kognitive, emotionale, physische und psychische Schädigungen.
Doch es handelt sich um eine Gruppe von Menschen, die sich selbst nicht wehren kann, die nicht oder als Opfer kaum auf sich aufmerksam machen kann, die sich nicht wirklich Hilfe holen kann und die durch diese Art der Diskriminierung mit ihren Grundbedürfnissen nach einer gewaltfreien und zukunftsfitten Entwicklung unberücksichtigt bleibt.
Bisher wurde das Wort Diskriminierung eher in der Arbeitswelt, für Frauen, für People of Color und für Senior:innen gebraucht; für mich kommen jetzt noch die tausenden Kinder als durch die Politiker:innen diskriminierte Gruppe dazu.
Werden Grundbedürfnisse bei Kindern dauerhaft nicht befriedigt, geht das mit einer erhöhten Anfälligkeit für psychische Störungen einher und sie leiden mit hoher Wahrscheinlichkeit unter starken Einsamkeitsgefühlen und entwickeln ziemlich sicher psychische Erkrankungen.
Es ist bestürzend und beschämend zugleich, wie für Politiker:innen offenbar das große Auto wichtiger ist, als das sichere und zukunftsfitte Aufwachsen der Kinder und wie sie damit diese hilflose Gruppe nachhaltig benachteiligen und diskriminieren.
LG Günther