30. Juni 2025
Wirksame Prävention stärkt, schützt, hilft und lohnt sich!

Immer wieder höre ich, beispielsweise in Medien oder auch einigen parteipolitischen Forderungen, von der unbedingten Notwendigkeit und dem vermeintlichen Bedürfnis der Österreicher:innen, nach harten Strafen und neuen strengeren Verboten.
Zu wenig höre ich von den Chancen einer Neuorientierung hin zu verbesserten Rahmenbedingungen und (Gewalt)Präventionsprogrammen und ich stelle mir die Frage: „Was ist eigentlich unser Ziel in Österreich? Wollen wir wirklich und schlicht nur mehr „Recht und Ordnung“, oder doch lieber „weniger Gewalt?“ und mehr Schutz der Kinder und Frauen?
🟢 Wirksame Prävention schützt
Wenn wir in Österreich gemeinsam bei einem kontinuierlichen Wechsel von einem Reparationsmodus hin zu einem wirkungsvollen Präventionsmodus erfolgreich sein wollen, so müssen wirksame Präventionsstrategien besser entwickelt und gefördert werden.
🟢 Gewaltvorbeugung ist eine elementare Präventionsaufgabe
Die ganzheitlichen Sichtweisen sowie die kooperativen und ressortübergreifenden Handlungsstrategien sind nach wie vor nicht vorhanden. In diesem Sinne ist eine wirksame Gewaltprävention ein wichtiger Teilbereich einer gemeinsamen Schutzaufgabe.
🟢 Prävention braucht Expert:innen
Wichtig erscheint mir der Einsatz gut qualifizierter und unabhängiger Präventions-Expert:innen mit unterschiedlichen Kompetenzen in der Forschung als auch in der Praxis, um zielgerichtete und wirksame Präventionsstrategien zu entwickeln und umzusetzen.
🟢 Nachhaltigkeit erfordert Ressourcen
Die positiven Kosten-Nutzen-Analysen erscheinen oftmals wenig kompatibel mit (kurzfristigen) parlamentarischen Legislaturperioden und für eine erfolgreiche (Gewalt)Prävention fehlt es oft neben einem guten Management, an angemessenen finanziellen und personellen Ressourcen.
Mit einem Zitat von Albert Einstein richte ich daher für die Stärkung, den Schutz und für die Hilfe der Kinder gegen Gewalt und für mehr (Gewalt)Prävention, meinen Appell und meine Bitte an die Bundes- und Landes-Politiker:innen: „Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten.“
LG Günther