26. Juli 2025

11 Prozent Mobbing und keine Hilfe in Sicht!

Es ist für mich verständlich, wenn österreichische Politiker:innen mir als Günther Ebenschweiger, kein Gehör schenken. Wenn sie aber auch auf die aktuellen Zahlen der WHO/Europa über das Gesundheitsverhalten von Kindern im schulpflichtigen Alter (HBSC-Studie), mit dem Schwerpunkt Mobbing und Gewalt, nicht rasch und wirksam reagieren, dann ist das nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch rechtlich bedenklich.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Studie zählen:

🔘 Mobbing gegen andere in der Schule: Im Durchschnitt beteiligen sich 6 % der Jugendlichen an Mobbing gegen andere in der Schule. 
🔘 Von Mobbing in der Schule betroffen: Etwa 11 % der Jugendlichen waren in der Schule von Mobbing betroffen; hier gibt es keinen nennenswerten Unterschied zwischen Buben und Mädchen.
🔘 Cyber-Mobbing gegen andere: Etwa 12 % der Jugendlichen gaben an, Cyber- Mobbing gegen andere begangen zu haben. Buben (14 %) berichten häufiger von Cyber-Mobbing als Mädchen (9 %). 
🔘 Von Cyber-Mobbing betroffen: 15 % der Jugendlichen haben Cyber-Mobbing erlebt, wobei die Quoten zwischen Buben (15 %) und Mädchen (16 %) sehr ähnlich sind. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber 2018 von 12 % auf 15 % bei Buben und von 13 % auf 16 % bei Mädchen.

Zitat von Dr. Hans Henri P. Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa: „Dieser Bericht ist ein Weckruf für uns alle, Mobbing und Gewalt zu bekämpfen, wann und wo immer sie passieren. Von Selbstverletzung bis hin zu Suizid erleben wir, wie Cyber-Mobbing in all seinen Formen das Leben junger Menschen und ihrer Familien zerstören kann. Das ist sowohl eine Gesundheits-, als auch eine Menschenrechtsfrage, und wir müssen uns stärker dafür einsetzen, unsere Kinder vor Gewalt und Schaden zu bewahren – online wie offline.“

Link: https://www.who.int/europe/de/news/item/27-03-2024-one-in-six-school-aged-children-experiences-cyberbullying-finds-new-who-europe-study

Ich wünsche mir von den Schulleiter:innen, Pädagog:innen und ganz besonders von den Eltern, dass sie gegen diese tiefgreifenden negativen Auswirkungen auf das Leben der Kinder sprichwörtlich die Ärmel aufstricken und ihren Unmut lautstark gegen Politiker:innen und Parteien artikulieren, denn es geht um eine erschütternde Situation tausender Kinder in Österreich!

LG Günther