18. Juli 2025

Günther goes to South Korea

Das Positive an der aktuellen Situation ist, dass ich seit rund einem Jahrzehnt pro Jahr rund 2000 Kinder, Jugendliche, Eltern und Pädagog:innen gegen Mobbing und Gewalt direkt in den Klassen gegen dieses phasenorientierte und gruppendynamische Gewaltphänomen schütze, stärke und Betroffenen helfe.

Das Verblüffende an dieser Situation ist, dass ich jetzt eine Einladung erhalten habe, dreißig südkoreanische Pädagog:innen in Wien genau zu diesem Thema zu schulen.

Was auf den ersten Blick etwas „übertrieben“ klingt, ist pure Realität, denn vorige Woche bekam ich folgendes Mail: „Dear Mr. Ebenschweiger, my name is Jana A. and I address you with the following request: I would like to ask you whether it would be possible for you to give a special lecture on “School violence, bullying and its prevention” reflecting a situation in Austrian schools.

Participants of the requested lecture are all pedagogists and teachers. This lecture would be one of the „overseas training“ lectures, as all the teachers are from South Korea. This training is organized and financed by the Region Office of Education, Jeju Province, South Korea. 

I know that July is a very short notice. I really ask for your help!!! Please, let me know if you could introduce this topic in Austrian circumstances. Thank you very much in advance!

Auch wenn die Anfrage sehr kurzfristig war, habe ich die Einladung einerseits aus Respekt und andererseits aus dem Wissen angenommen, dass ich nach rund zehn Jahren weder von Bildungsminster:innen, noch von Bildungslandesrät:innen eine solche Anfrage bekommen habe.

Durch den Spruch „Der Prophet gilt nichts im eigenen Land“ bleiben tausende österreichische Kinder und Jugendliche unsichtbare Opfer von Mobbing. Vielleicht wird aber der Titel „Günther goes to South Korea“ noch Realität; ich werde auf jeden Fall über diese verblüffende Schulung berichten.

LG Günther