28. Juli 2025
Was ist eigentlich Prävention?

Ich war im Juni in Wien bei einem Training für Schüler:innen eines Gymnasiums und „musste“ mich der Frage stellen: „Hr. Ebenschweiger, was ist eigentlich für Sie persönlich Prävention?“
Buh! In meiner gewaltpräventiven Arbeit sind Vertrauen und Zutrauen wesentliche „Zutaten“, wenn ich in einem Zwangskontext Klasse etwas verändern möchte. Daher habe ich um eine kurze Pause gebeten, nachgedacht und dann alles in Schlagworten auf’s Flipchart geschrieben, was mir dazu eingefallen.
Prävention ist für mich persönlich …
… aktiv sein, … aktiv zuhören, … am Leben der Kinder und Jugendlichen teilnehmen, … andere Meinungen akzeptieren, … niemanden diskriminieren, … auf Augenhöhe kommunizieren, … das Herz (mit-)sprechen lassen, … die Hand reichen, … als Mensch einschätzbar sein, … empathisch sein, … Demut vor dem Leben zeigen, … gesprächsbereit sein, … Grenzen und Konsequenzen auszuhandeln und leben, … Haltung leben und verbindlich zu sein, … Hoffnung geben, … keine Gewalt, … klare Worte finden, … konstruktive Kritik zulassen, … lösungsorientiert denken und handeln, … miteinander statt gegeneinander, … Mut haben, … neugierig sein, … nicht stumm bleiben, … niemanden gering wertschätzen oder verächtlich machen, … pro-aktiv denken und handeln, … Ratschläge annehmen, … seine eigene Haltung reflektieren, … Raum für kritische Diskussionen geben, … sich lebenslang weiterbilden, … Verantwortung übernehmen, … Spaß haben, … Vorbild sein, … Vertrauen schaffen, … Opfern helfen und …
Mir sind auf diese persönliche Frage noch sehr viel mehr Antworten eingefallen, aber das Papier und die Zeit waren knapp.
Mich würde interessieren, was würdest du auf die Frage „Was ist eigentlich für dich persönlich Prävention?“ antworten!
LG Günther