6. September 2025
Mobbing-Präventions-Beratung

Gestern fand für Eltern die 1. „Mobbing-Präventions-Beratung“ online und kostenlos an drei Terminen statt. Rund 100 Eltern aus ganz Österreich nutzten dieses Angebot von mir und viele teilten mir bereits im Vorfeld mit der Anmeldung ihre Fragen mit.
Eine zentrale Frage war: „Warum schweigen Kinder und Jugendliche und erzählen auch den Eltern nicht, dass sie gemobbt werden?“ Die Antwort der Kinder und Jugendlichen darauf ist zu beinahe 100 Prozent: „Ich habe Angst, dass es dann für mich noch schlimmer wird!“ und damit haben sie recht.
Sie haben deshalb recht, weil – wenn sie Eltern davon erzählen – diese hoch emotional reagieren (Kampfmodus) und sie sehr wahrscheinlich „Schuldige“ – die Schulleitung, die Pädagog:in oder die Eltern der „Mobber:innen“ – anrufen, das Thema öffentlich machen und das eigene Kind zur Petzerin, zum Petzer erklären. Ein 16jähriger Bursche als massives Mobbingopfer in einem Kärntner Gymnasium erklärte mir das so: „Wenn ich es meinen Eltern erzählt hätte, hätten dir mir sofort die Direktorin und die Lehrerin zusammengeplärrt, sie hätten die Mobber:innen-Eltern angerufen und dann wäre meine Souveränität in der Klasse ins Bodenlose gesunken.“
Kinder erlernen leider schon im Kindergarten, dass Eltern mehr nach Schuldigen, als nach Lösungen suchen. Weil Eltern kaum Wissen über gruppendynamische Prozesse haben und ihren Kindern durch diese Unwissenheit sehr schaden, getrauen sich viele Kinder nicht, Eltern von ihrem Leid und von ihrem Kummer zu erzählen.
Teilnehmende Eltern waren aber auch Pädagog:innen und baten mich, auch für Pädagog:innen um eine kostenlose Mobbing-Präventions-Beratung, die ich online am 8. Oktober ebenfalls in drei Terminen anbieten werde.
Für die Anmeldung wird es wieder einen eigenen Newsletter geben, daher bitte rasch anmelden:
www.aktivpraeventiv.at/newsletter
Und es wird auch ein kostenloses Angebot für Kinder und Jugendliche geben; aber daran arbeite ich noch!
LG Günther