10. September 2025

(Partei-)Politik fördert Radikalisierung

Einige werden sich denken, ich habe mich bei diesem Titel verschrieben, ich bin aber überzeugt, dass vergangene und auch die aktuelle Bundesregierung Radikalisierung fördert.

Dazu braucht es für diesen politisch und medial „zweckentfremdeten“ Begriff zuerst eine Definition, die für mich – übernommen von Expert:innen – so lautet: Als Radikalisierung wird ein individueller oder kollektiver Prozess bezeichnet, in dem sich ein Individuum zunehmend vom Werte- und Normensystem einer Gesellschaft distanziert und in dem sich Ausgrenzungs- und Abwertungshaltungen festigen können.

Das Grundmotiv für Radikalisierung als Prozess ist zusammengefasst „Unzufriedenheit“, die sich gefühlt oder real aus einer Motivation (z.B. unerfülltes Bedürfnis nach Zugehörigkeit), aus sozial-kognitiven Parametern (z.B. hohe Ungerechtigkeitssensibilität) und auch aus den sozialen Kontexten (z.B. Rechtfertigung von Gewalt für politische, religiöse oder anders begründete Ziele) ergibt.

Ich arbeite seit acht Jahren in unterschiedlichen Schulen und Schulformen, so auch in sogenannten „Brennpunktschulen“, die per politischer und medialer Zuschreibung, als Schulen mit Schüler:innen nicht deutscher Muttersprache gelten. Ich arbeite aber auch, in „Brennpunktschulen“ mit rechtsradikalen bzw. rechtsextremen Schüler:innen. Das aber nur, wenn es für die Schüler:innen, die Schule und die Gesellschaft verantwortungsvolle Schulleiter:innen und/oder Pädagog:innen gibt.

Das neue Kopftuchverbot ab 14 Jahren – ich vermute als „Bremse“ der Bundespolitik, um das weitere „Abtriften“ der österreichischen Bevölkerung in Richtung „Rechts“ zu reduzieren – fördert aber geradezu die Radikalisierung sowohl im islamistischen und als direkte Folge im rechtsextremen Spektrum.

Leidtragende dieser irrationalen Entwicklung sind wir Österreicher:innen, die ohne persönliche Schutzeskorte oder gepanzertem Auto, von dieser geförderten Radikalisierung körperlich und seelisch betroffen sein werden!

LG Günther