24. September 2025
Wie kann ich mein Kind stärken?

Eine Frage, die mir eine Mutter bei der kostenlosen Online-Eltern-Präventions-Beratung im September gestellt hat. Wenn du davon nichts gewusst hast, aber zukünftig bei meinen Angeboten dabei sein willst, musst du dich bei meinem Newsletter – www.aktivpraeventiv.at/newsletter – anmelden.
Mobbing beginnt schon im Kindergarten, weil immer mehr Kinder durch Defizite in der Erziehung über wenig bis gar keine Selbstkontrolle, Frustrations- und Ambiguitätstoleranz und über kognitive und emotionale Empathiefähigkeit verfügen, sich in diesem Zwangskontext unwohl fühlen und rasch dissoziale Selbstwirksamkeitshandlungen entwickeln.
Davon betroffene Kinder, versuchen ihre Situation zwar den Eltern zu sagen, doch sie werden oft nicht gehört, ihnen werden schlechte Ratschläge erteilt, sie bekommen statt Hilfe, Vorwürfe oder Eltern reagieren dermaßen emotionsvoll, dass sich diese Kinder in Zukunft davor hüten, ihren Eltern etwas zu erzählen.
Meine Antwort auf „Wie kann ich mein Kind stärken, wenn Mobbing bereits in der Volksschule passiert?“
Vorbereitend und somit präventiv, wäre eine autoritative Erziehung mit partizipativ erstellten Regeln und Konsequenzen wichtig, denn dadurch werden die psychischen Grundbedürfnisse der Kinder gestärkt, sodass Kinder
a) in Zwangskontexten – und der erste nach der Familie ist die Kindergartengruppe – auf prosoziale Wertehaltungen und -handlungen zurückgreifen können, um selbstwirksam zu werden und
b) in ihrer Handlungskompetenz gestärkt werden und sich motiviert, bestärkt und ermutigt fühlen, sich gegen Angriffe zu wehren und/oder sich bei den Eltern Hilfe suchen.
Wenn die Eltern sich dann noch Zeit für Fragen nehmen, wie: „Wie geht es dir, wie fühlst du dich?“, „Was wünscht du dir von mir?“, dann haben Kinder die Möglichkeit, über ihre Sorgen und Leiden offen zu reden. Zum Schluss sollten die Eltern sich bei ihrem Kind bedanken und bei Bedarf behutsam und gemeinsam weitere Lösungsschritte überlegen.
LG Günther