18. Oktober 2025

Mehr als 1000 Kinder gerettet

Ich habe 2012 begonnen, mich mit dem Schwerpunkt (Cyber-)Mobbing auseinanderzusetzen. Die Ausbildungen beinhalteten „Medienpädagogische Elternarbeit“, „(Cyber-)Mobbing“, „Smartphone“, „No Blame Approach“, die „Medienhelden-Trainerausbildung“ und letztlich die „Ausbildung zum Trainer für systemische Mobbing-Prävention und -Intervention“.

In den letzten acht Jahren habe ich ab den Volksschulklassen damit pro Jahr rund 2000 Kinder, Jugendliche und auch Eltern und Pädagog:innen erreicht und die Kinder und Jugendlichen gebeten mir ein Feedback zu schreiben.

Zu diesen tausenden Feedbacks habe ich ein „Stricherliste“ geführt, wie viele Kinder und Jugendliche ich vor Gewalt gerettet habe. Gerettet vor Mobbing, vor brutaler elterlicher Gewalt – so mussten vier Kinder sofort fremduntergebracht werden – vor sexuellem Missbrauch, vor patriarchaler Gewalt – Kinder leiden zu praktisch 100 Prozent mittelbar an dieser Gewalt, weil sie diese sehen, hören und spüren –, vor Selbstverletzungen bis hin zu Suizidversuchen und angekündigtem Suizid.

Ich weiß, Eigenlob stinkt, sagt man, aber manchmal darf man auf sich auch stolz sein und das bin, als ich vorige Woche bei meiner „Stricherlliste“ festgestellt habe, dass ich in den letzten 13 Jahren mehr als 1000 Kindern und Jugendlichen als Gewaltopfer helfen konnte.

Wermutstropfen sind, dass es immer mehr kindliche oder jugendliche Gewaltopfer gibt und sich zum Beispiel beim Gewaltphänomen Mobbing die Prävalenzzahl von sieben auf bis zu 15 Prozent mehr als verdoppelt hat und die österreichischen Landes- und Bundespolitiker:innen zwar nicht bei sich, aber beim Schutz der Kinder, ihren Familien und dem sozialen Umfeld sparen.

LG Günther