8. Oktober 2025

Politik opfert Opfer

Es ist sprichwörtlich „Zum aus der Haut fahren!“ Die österreichische Politik trägt dazu bei, dass Gewalt-Opfer von klein bis groß geopfert werden.

Der österreichische Weg, ist mehr ein Weg der Bequemlichkeit und ein Weg des „Auf die lange Bank schieben‘s!“ der regierenden Politik und auch ein Weg von Heckenschützen und Angstmacherei der oppositionellen Politik und leider kein Weg einer ganzheitlichen, professionellen, wirksamen und nachhaltigen (Gewalt-)Prävention.

Die Politik hat es zwar geschafft, Opfern, die sich an eine Opferschutzeinrichtung wenden, oder die eine Anzeige machen, professionell zu helfen, die gleiche Politik hat es durch das bisherige Negieren von (Gewalt-)Prävention auch „geschafft“, Opfern, denen der Mut fehlt, die keinen Ausweg sehen, die sich selbst die Schuld geben, die bereits an einem Stockholm-Syndrom oder einem Trauma leiden, die bedroht werden …, als unsichtbare Opfer, erneut zu Opfern zu machen.

Wenn man sich die Dunkelziffern (DZ) ansieht, erkennt man schnell die dramatische Situation hunderttausender kleiner und großer Gewaltopfer in Österreich. 

◉ DZ 100 % bei erzieherischer, autoritärer Gewalt, weil Kinder keine Möglichkeit haben, sich Hilfe und Schutz zu suchen und auch nicht darüber sprechen (dürfen);

◉ DZ 98 % bei Mobbing, weil Kinder und Jugendliche nicht wissen, wie sie sich helfen können und im Kindergarten, der Schule und der Familie auch kaum helfende Ansprechpartner:innen finden;

◉ DZ 93 % bei sexualisierter Gewalt, weil „Wer die Wahrheit benennt, schuldig ist!“ und so Kinder ihr ganzes Leben lang lieber schweigen, als die Scham, die Vorwürfe und durchaus auch die Opfer-Täter-Umkehr erleben zu wollen und

◉ DZ 85 % bei patriarchaler / häuslicher Gewalt, weil Frauen Angst vor dem Täter haben, aber auch über der Unwissenheit des sozialen Umfelds und deren fatalen Folgen Bescheid wissen.

Es gibt zu all diesen Gewaltformen Präventions-Angebote! Die Politik müsste nur einen starken „Präventions-Willen“ zeigen und ganzheitliche, professionelle, wirksame und nachhaltige (Gewalt-)Prävention fördern und nicht – so wie bisher – unsichtbare Opfer opfern!

LG Günther