12. November 2025
„Bitte, liebe Regierung, ändern Sie was!“

„Bitte, liebe Regierung, ändern Sie was!“ Diesen kurzen und doch eindringlichen Satz, haben die Schüler:innen des Bundesrealgymnasiums Dreierschützengasse gesagt und „Ich will, dass die Welt und die Politik aufwachen, damit so etwas nie, nie wieder passieren kann.“ hat der Schulsprecher bei der Trauerkundgebung am Grazer Hauptplatz nach der Amoktat gesprochen.
Doch die Realität sieht – sechs Monate danach – düster und beschämend aus. Die Regierung und die Politik sind zum Tagesgeschäft übergangen und die toten Schüler:innen und die Pädagog:in klagen an, weil …
… es zwar mehr verschlossene Eingangstüren an Schulen gibt, während Insider – und dazu würde auch ein Amoktäter zählen – durch Nebeneingänge, Turnsäle … in die Schule kommen. Amoktäter sind als Schüler, was das Schulgebäude betrifft, Experten. Sie planen ihre Tat minutiös und lassen sich von verschlossenen Eingangstüren nicht abschrecken!
… es an vielen Schulen nach wie vor keine Möglichkeit gibt, Alarm zu geben, weil entweder die Sprechanlage defekt ist, oder über eine bestehende Anlage keine Sprachinformation oder ein zusätzlicher Signalton gegeben werden kann. Konkret: Diese Schulen sind einem Amoktäter hilflos ausgeliefert.
… an vielen Schulen das Wissen über wichtige Vorbereitungsschritte fehlt, sodass beispielsweise eine Alarmmöglichkeit nur über den Schulwart und/oder die Direktion möglich ist. Wenn diese gerade nicht da sind, kann niemand mehr die Schüler:innen und Pädagog:innen alarmieren und schützen.
… nach meinem Wissensstand, es auf Bundesländerebene kein Expert:innen-Team zu geben scheint, das ganzheitlich für alle Ressorts zuständig ist.
Zum Schluss danke ich österreichweit den Schulleiter:innen, die erfreulicherweise meine kostenlosen Videoclips herunterladen und zur Vorbereitung gegen Amoktaten immer öfter meine „Vorbereitungs-Vorträge“ anfragen.
LG Günther