9. November 2025
Wenn Lernen und Unterrichten zum Albtraum werden!

In Österreichs Klassen erlebe ich nicht nur dass massiv zunehmende phasenorientierte und gruppendynamische Gewaltphänomen Mobbing mit allen seinen negativen Auswirkungen auf die Mobber:innen, die unmittelbar (Opfer) und mittelbar (Klasse) betroffenen Kinder und Jugendlichen, sondern auch vermehrt massiv und dauerhaft störende Schüler:innen.
„Störungen“ von Kindern und Jugendlichen, die offenbar eine zu geringe Selbstkontrolle, Frustrationstoleranz, Ambiguitätstoleranz und auch Empathiefähigkeit durch die elterliche Erziehung erlernt haben und jetzt die Defizite ihrer psychischen Grundbedürfnisse wie Aufmerksamkeit, Anerkennung, Selbstwirksamkeit, Spaß, Macht … im Zwangskontext Schulklasse ausleben und dadurch kompensieren.
Wenn alle Stricke reißen, können Kinder und Jugendliche die Gewalt ausüben suspendiert werden. Das ist aber bisher bei „massiv und dauerhaft störenden“ Kindern nicht möglich und führt bei den miterlebenden Schüler:innen zu psychischen und physischen Beeinträchtigungen und bei Pädagog:innen zu Burnout oder Kündigung.
Ein Mädchen hat mir kürzlich zu so einem Fall geschrieben: „Wie sollen die Kinder etwas bei einem respektlosen Verhalten eines Schülers ändern, wenn es nicht einmal die Lehrpersonen schaffen. Ich finde, es wird zu wenig dagegen gemacht, denn das Verhalten hat sich von der 1. Klasse weg verschlimmert!“
Jetzt passiert folgendes: Eltern der Kinder, die sich in solchen Klassen deshalb nicht mehr konzentrieren können, die Angst haben von solchen „Störungen“ persönlich betroffen zu sein, die sich gegenüber derartigen Entwicklungen hilflos fühlen uam., kritisieren die Klassenlehrer:innen, die Klassenvorständ:innen und die Schulleiter:innen, die aber selbst „Opfer“ einer Politik sind, der das eigene Hemd wichtiger ist, als die Kinder und deren soziales Umfeld.
Daher meine Bitte an diese Eltern: Bitte kritisieren sie die Politiker:innen, denn die Schulverantwortlichen sind ihre Verbündeten und nicht die Gegner:innen und so wie für ihre Kinder das Lernen, wird für diese Pädagog:innen das Unterrichten immer mehr zum Albtraum.
LG Günther