31. Dezember 2025

Wenn „Lautsein“ zur Angst wird!

In einer Schule gibt es einen Pausenhof mit viel Platz – und doch steht ein Kind oft allein. Nicht, weil niemand da ist, sondern weil Wegsehen leise ist. Das Kind sagt nichts, weil es, wie so viele, Angst davor hat, dass „Lautsein“, manchmal alles schlimmer und schlechter macht.

Eines Tages stellt sich ein Kind daneben und sagt nur diesen einen Satz: „Du kannst mit uns spielen.“ Dann kam ein zweites Kind, ein drittes und …, eine kleine Gruppe entstand – nichts Spektakuläres, aber etwas Entscheidendes.

Mobbing und Gewalt brauchen sichere Räume, weil Mobbing und Gewalt davon „leben“, dass niemand eingreift. Wir müssen gemeinsam das ansprechen, was viele spüren: „Hier achten wir aufeinander. Wegsehen ist keine Option.“ Es wird nicht alles sofort gut. Aber es wird anders!

✅ Kinder merken:
Ich werde gesehen.
Ich darf Hilfe holen.
Ich bin nicht schwach, weil ich Schutz brauche.

✅ Erwachsene spüren:
Prävention beginnt nicht mit Regeln, sondern mit Haltung, Sprache und Mut im Alltag. Die Gruppe, die schützt, ist nicht immer sichtbar, aber manchmal reicht genau das, damit ein Kind nicht allein und ungeschützt bleibt.

✅ Meine Bitte an dich für 2026:
„Das neue Jahr braucht keine perfekten Menschen. Es braucht schlichtweg Menschen, die sagen: Kinder haben ein Recht auf Schutz und Sicherheit; und ich sorge dafür!

Wir können nicht verhindern, dass ein Kind seelisch verletzt wird, aber jedes Mal, wenn wir hinschauen, eingreifen oder Hilfe holen, machen wir die Welt für dieses Kind sicherer und lebenswerter – und für uns alle sinnvoller, hoffnungsvoller und menschlicher!“

LG Günther