22. Februar 2026
Eltern-Info: „Wenn ihr Kind von Mobbing betroffen ist!“

Mobbing ist keine „Phase“ und auch kein gewöhnlicher Konflikt unter Kindern, Mobbing ist auch kein Zeichen von Schwäche bei Betroffenen, sondern ein Ausdruck gestörter Gruppendynamik.
Es handelt sich um wiederholte Ausgrenzung oder Abwertung innerhalb einer Gruppe/Klasse, bei der ein deutliches Machtungleichgewicht besteht. Für Eltern ist es oft schwer zu erkennen, was wirklich geschieht, weil viele betroffene Kinder sprechen zunächst nicht über das, was sie erleben, weil sie Angst haben, dass es dann noch schlimmer oder schlechter wird.
Stattdessen zeigen sich Veränderungen im Verhalten. Ihr Kind wirkt vielleicht stiller oder gereizter als sonst, zieht sich zurück oder klagt über Kopf- und Bauchschmerzen. Manche Kinder wollen plötzlich nicht mehr zur Schule gehen, andere verlieren spürbar an Selbstvertrauen.
Hinter vermeintlicher „Unlust“ verbirgt sich oft eine massive Belastung, denn Mobbing greift das Selbstwertgefühl direkt an. Wenn Kinder über längere Zeit abgewertet werden, übernehmen sie häufig die negativen Botschaften wie „Mit mir stimmt etwas nicht“ oder „Ich bin nicht gut genug“, und das führt dazu, dass sie sich innerhalb des Zwangskontextes Kindergartengruppe oder Schulklasse eine eigene Bewältigungsstrategie anlernen.
Auch schulisch können sich Veränderungen zeigen, denn Konzentrationsprobleme, Leistungsabfall oder Schulvermeidung sind häufig Stressreaktionen. Das Gehirn befindet sich im „Alarmmodus“, lernen wird zweitrangig und was oft als „Motivations- oder Gewaltproblem“ missverstanden wird, ist in Wirklichkeit eine Stressreaktion auf das gruppendynamische und phasenorientierte Gewaltphänomen Mobbing.
Eltern können vorbeugen, indem sie sich bewusst Zeit für Gespräche nehmen und ihr Kind ermutigen, über eigene Gefühle und die Gefühle anderer zu sprechen; so wird Empathie gezielt gestärkt. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, Konflikte ruhig zu lösen, indem Sie gemeinsam Strategien zur Selbstkontrolle oder das Formulieren klarer Ich-Botschaften üben.
Denken Sie daran: Mit Ihrer Aufmerksamkeit, Ihrem Vorbild und Ihrer liebevollen Begleitung geben Sie Ihrem Kind den stärksten Schutzschild mit auf den Weg: Vertrauen in sich selbst und in die Unterstützung seiner Eltern.
LG Günther