14. Mai 2026

„Meine Tochter … ist verzweifelt und hat Angst.“

Ich habe vor ein paar Tagen neuerlich versucht, meine Gedanken und auch meine Emotionen gegen österreichische Politiker:innen unter dem Titel: „Angst von Kindern interessiert Politiker:innen offenbar nicht.“ zu Papier zu bringen und werde anonymisiert einige Schreiben von Eltern an mich veröffentlichen, um die inakzeptablen und mittlerweile höchst dramatischen Situationen für österreichische Kinder und Jugendliche nachvollziehen zu können.

„Sehr geehrter Hr. Ebenschweiger, meine Tochter möchte nicht mehr zur Schule gehen, fühlt sich niedergeschlagen, demotiviert, ohnmächtig, schikaniert, ist verzweifelt und hat Angst.

Meine Tochter besucht derzeit ein Gymnasium. Es gab immer wieder Vorfälle, von denen sie mir erzählt hat, wo sie ausgeschlossen wurde oder es Streit gab mit bestimmten Mädchen aus einer Gruppe. In letzte Zeit spitzt sich die Situation zu, meine Tochter erzählt von täglichen Schikanen, das Vorhaben sie aus der Klassen-Whats App-Gruppe rauszuwählen, im Gang angerempelt werden oder „Verfolgungen“ vor das Klo.

Es gab in der Vergangenheit Gespräche mit der Lehrerin, die dann auch mit den Kindern gesprochen hat. Im Anschluss kam es leider zu Aussagen wie „Du bist eine Petze“, oder auch „Du kannst dich ja selbst nicht verteidigen“. Bei einem Vorfall habe ich mit der Mutter eines Kindes gesprochen, ansonsten wurden keine Maßnahmen gesetzt.

Ehrlicherweise habe ich auch Angst als Mutter Fehler zu machen und die Situation weiter zu verschlimmern, darum möchte ich mich an Sie als Experten wenden.

Ich bitte Sie einerseits um Ihre Expertise, was die Unterstützung meiner Tochter anbelangt. Andererseits möchte ich der Schule gerne wirksame Maßnahmen vorschlagen, in Begleitung von Expert:innen zur Beseitigung des Problems.

Bitte informieren Sie mich gerne über Ihr Angebot und Ihre Ressourcen.“

LG Günther