1. Juni 2026

„Mama, sag es bitte nicht weiter, sonst wird es noch schlimmer.“  

Diese Worte eines fünfjährigen Buben im Kindergarten haben mich in diesen Tagen besonders bewegt, denn was als vermeintlich harmloser Konflikt begann, entwickelt sich für den Buben zu einer Situation, in der er sich zunehmend ausgelacht, ausgegrenzt und allein gelassen fühlt. 

Noch mehr erschüttert hat mich jedoch seine Angst davor, Hilfe zu holen und wie man sieht, entstehen Ausgrenzung, Beschämung und gruppendynamische Prozesse nicht erst in der Schule. Sie können bereits im Kindergarten sichtbar werden; oft leise, oft unbemerkt und häufig dort, wo Erwachsene gerade nicht hinschauen.

Kinder brauchen deshalb Erwachsene, die aufmerksam sind, frühzeitig handeln und eine Kultur des Miteinanders aktiv fördern. Kinder brauchen Räume, in denen Empathie, Respekt, Mut und gegenseitige Unterstützung gelernt und gelebt werden.

Meine Bitte an Eltern:
Nehmen Sie die Sorgen Ihrer Kinder ernst und zwar auch dann, wenn sie für Erwachsene zunächst klein erscheinen. Kinder erzählen uns oft nicht alles, aber sie zeigen uns, wenn etwas sie belastet.

Meine Bitte an Elementarpädagog:innen:
Sehen Sie genau hin. Nicht jedes Problem ist Mobbing, aber jede Form von Ausgrenzung verdient unsere Aufmerksamkeit. Frühes Handeln kann verhindern, dass Kinder dauerhaft in Opfer-, Täter- oder Zuschauerrollen geraten.

Um Kinder so früh wie möglich zu motivieren, zu ermutigen, zu stärken und zu schützen, planen wir für Herbst 2026 den Start eines neuen Präventionsprogramms für Kindergärten, das Kinder stärkt, Pädagog:innen unterstützt und Eltern einbindet, denn soziale Sicherheit, Wertschätzung und Zugehörigkeit sind keine Selbstverständlichkeit, sie müssen gemeinsam gestaltet werden.

Wenn Du Interesse an Informationen oder einer Zusammenarbeit hast, melde dich bitte bei meinem Newsletter an, denn dann bist du immer up to date: www.aktivpraeventiv.at/newsletter oder kontaktiere mich unter: info@mobbing-zentrum.at

LG Günther